GKV-Kommunikationsserver

Arbeitgeber oder andere Meldepflichtige (AG) sind seit dem 01.01.2006 gesetzlich verpflichtet, Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweise (im Folgenden „Datenlieferungen“) ausschließlich elektronisch an die Datenannahme- und Verteilstellen der gesetzlichen Krankenversicherung (DAV) zu übermitteln. Die Zustellung basiert auf den Gemeinsamen Grundsätzen Technik für die elektronische Datenübermittlung gemäß §95 SGB IV. Die Datenlieferungen bei der DAV werden den entsprechenden Kommunikations- und Entschlüsselungsverfahren zugeführt. Die technische Annahme der Datenlieferung wird maschinell quittiert.

Im Jahr 2008 haben die Annahmestellen der Krankenkassen die ITSG mit der Einrichtung eines sog. Statusservers, als Vorläufer für ein Testverfahren, beauftragt. Die gemeinsam mit den Software-Erstellern von Entgeltabrechnungsprogrammen gemachten Erfahrungen sind in das vorliegende Konzept des Kommunikationsservers eingeflossen.

Der Lenkungsausschuss Arbeitgeberverfahren hat in seiner Sitzung am 04.05.2009 das Feinkonzept „Kommunikationsserver“ in der Version 1.0 als Realisierungsgrundlage freigegeben. Der Kommunikationsserver wird von der ITSG realisiert und betrieben.

Der Kommunikationsserver übernimmt im Datenaustauschverfahren die Rolle einer neutralen Datendrehscheibe. Er hält die für den Arbeitgeber anstehenden Informationen zum Abruf bereit. Auch der von der AWV propagierte Standard „eXTra“ wird unterstützt. Dazu ist der Kommunikationsserver nicht nur für den Rückmeldeweg, sondern auch als „Tor“ zu den Datenaustasuchverfahren konzipiert. Dieses „Tor“ kann neben den etablierten Verfahren auch Meldungen auf Basis des eXTra-Standards annehmen.

Dokumentation der Arbeitgeberschnittstelle des GKV-Kommunikationsservers
Die aktuellste Version des Dokuments finden Sie ab sofort unter dem Namen Anlage 13 – GKV Kommunikationsserver im Bereich Datenaustausch – Technische Grundsätze